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Paolo
Conte singt, dass Genua eine Stadt ist, die man erst kennen lernt,
wenn man sich bedächtig in den engen Gassen umsieht, die die Genuesen,
"etwas wilde Leute" zwischen dem einem und dem anderen Haus sowie
zwischen den Bergen und dem Meer erfunden haben. Früher einmal hatten
die Gassen nur einen einzigen Zielpunkt, nämlich den Hafen mit dem
Meer und den Schiffen. Einige Jahrzehnte war dies jedoch in Genua
in Vergessenheit geraten und die Gassen waren nur noch ein Labyrinth,
in dem man sich leicht verlaufen konnte. Vor einigen Jahren, im Jahre
1992, entschlossen sich die Genuesen jedoch, sich ein Stück des Meeres
und ihrer Stadt wiederzurückzuholen und der Porto Antico, der Alte
Hafen - Mandriaccio - wurde wieder der natürliche Zielpunkt für alle,
die sich in die mittelalterliche Altstadt begeben, in der die Gassen
plötzlich auf kleine Plätze führen, wo sich der weiße und schwarze
Marmor der Kirchen mit der zum Trocknen aufgehängten Wäsche vermischt.
Wenn Sie vom Porto Antico in See stechen, ist es, als würde man die
Geschichte eines Hafens wiedererleben, der schon seit dem 5. Jh. v.
Chr. aktiv gewesen war. Man kann einen Blick auf die wunderschöne
über dem Meer in den Bergen liegende Stadt genießen. Es ist aber unmöglich
zu versuchen, die vielen Orte aufzuzählen, die man in der Stadt besichtigen
kann. Allerdings ist es im Porto Antico unbedingt Pflicht, das Aquarium
zu besuchen, bei dem es sich um das größte Aquarium Europas handelt.
Des weiteren interessant ist der neue Pavillon des Meeres und der
Seefahrt (Padiglione del mare e della Navigazione), wo die Geschichte
der Seefahrt vom 16. Jh. bis ersten Hälfte des 20. Jh. illustriert
wird. Hier wurden Szenen aus dem Leben der Seefahrer und Fischer nachempfunden
und es kann besichtigt werden, wie Handwerker eine Leudo bauen, ein
typisch ligurisches Schiff. Man kann aber auch die Rekonstruktion
einer Gasse im Genua des 19. Jh. bewundern, mit seinen Läden, den
Werkstätten und den Laboratorien und Schreibstuben, die mit dem Hafen
verbunden waren, die Werkstätten der Segelmacher und des Holzschnitzers,
des Hydrographen und des Fahnenmachers. Nicht zuletzt hat man auch
alle Bauphasen eines Schiffes rekonstruiert und es ist hier zudem
möglich, die Rekonstruktion des Innenraumes einer alten Brigantino
zu besichtigen.
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Genova
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