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Goro
liegt innerhalb des Parks des Podeltas, das was die Natur betrifft,
eines der beeindruckendsten und interessanten Gebiete und Landschaften
Europas darstellt. Die seltenen Vögel, die hier leben und nisten sowie
die hier typische Fischwelt dieses Salzgebiets (Aale und Krabben,
Meeräschen, kleine Ährenfische, Venusmuscheln, Miesmuschel und Seeschnecken)
machen das Delta zu einem einzigartigen und noch viel zu unbekanntem
Gebiet. Das heutige Aussehen der fünf Hauptzweige des Deltas (Maestra,
Pila, Tolle, Gnocca und Goro) ist jedoch nicht allein das Werk der
Natur und das Resultat des stetigen Zuflusses von Flussablagerungen
(zur Zeit rückt das Ufer jährlich 60-70 m Meter vor), sondern auch
der Veränderungen, die der Mensch am natürlichen Lauf des Pos vorgenommen
hat. Die ersten, die auf das Delta einwirkten, waren die Venezianer,
die es im 17. Jh. in Richtung Süden umlenkten, damit sich die Ablagerungen
nicht in ihrer Lagune niedersetzen konnten. Die nachfolgenden Urbarmachungen,
besonders die, die nach der Einheit Italiens und im Laufe des 20.
Jh. durchgeführt wurden, machten Tausende von Hektar Moorlandschaft
zu Ackerland. Auch das Dorf Goro besitzt eine relativ neue Geschichte.
Es entwickelte sich im 18. Jh. innerhalb eines Gebiets, das damals
noch ein vollkommenes Sumpfgebiet war. Heute stellt es eines der wichtigsten
Fischereizentren der Oberen Adria dar und ist außerdem Sitz des Fischmarkts,
der Käufer aus ganz Norditalien und auch aus dem Ausland anzieht.
Der Hafen befindet sich innerhalb der Lagune (sacca) von Goro, einem
Gebiet von 26 Quadratkilometern, mit einer mittleren Tiefe von 1,5
Metern, das den südlicheren Teil des Deltas darstellt und von einem
natürlichen Deich begrenzt wird, der zum Meer hin eine circa 2,5 km
breite Öffnung aufweist. Unter den interessantesten Veranstaltungen,
die in Goro stattfinden, erinnern wir an das Fischfest (an jedem Wochenende
von Mai bis Juni), das Fest des hl. Antonius Mitte Juni, sowie an
das Venusmuschelfest Ende Juli. Goro ist auch ein idealer Ausgangspunkt
für eine Besichtigung der Orte, die noch von den antiken etruskischen
und römischen Ansiedlungen zeugen: an Ravenna und an die Kirchen der
Stadt, an den römischen Hafen von Classe, an die Abtei von Pomposa
und die Täler Valli di Comacchio.
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